Vereinsgeschichte

 Die Anfänge des Merseburger Jawa-Clubs bestanden aus Treffen von jungen am Motorradfahren interessierten Leuten. Sich jedoch zu organisieren stand dabei nicht im Vordergrund. Als Treffpunkt diente die "Magistrale" am alten Union-Theater, der Ausgangs- und Endpunkt der geliebten Rundfahrten auch durch die Innenstadt. Diese Fahrten stießen bei einigen Merseburgern auf keine Gegenliebe und es gab Beschwerden auch wegen der Störung des Fernsehempfangs. Die Reaktion der "Organe" hat daher nicht lange auf sich warten lassen und der Rat des Kreises griff ein um die Jawa-Fahre von der Straße zu bekommen. Man überließ ihnen 1963 ein Objekt in der Stockgasse auf dem Neumarkt. Hier entstand dann eine kleine Werkstatt zum Schrauben und Montieren. Das war die Geburtsstunde des Jawa-Clubs.

 

Inder folgenden Zeit wurde ein recht reges Clubleben geführt. Es umfasste gemeinsame Ausfahrten, Urlaubsfahrten, Freundschaftsbesuche von Clubs aus dem Ausland, sowie Besuch des tschechischen Jawa-Werkes. Einige Mitglieder wirkten 1964 sogar bei den Dreharbeiten zum DEFA-Film "19 Chrysanthemen" mit. Das Wendejahr 1990 brachte auch für den Verein einige Änderungen und Rückschläge mit. Viele der alten langjährigen Mitglieder  verließen bis auf sechs den Club. Ein weiteres Problem entstand durch Rückübertragungsansprüche der Erbgemeinschaft, der das Grundstück

auf dem Neumarkt wieder gehörte und dadurch das Domizil aufgegeben und ein neues gesucht werden musste. Hier half schließlich die Stadtverwaltung und der Club konnte in Mai 2000 das neue Objekt am Heizwerk Merseburg-West beziehen. Die Mitglieder setzten das reparaturbedürftige Objekt in Eigenleistung wieder instand, drei von Ihnen haben sogar eigene Finanzmittel bereitgestellt. Es entstand eine Werkstatt mit ca. 70 Quadratmetergröße, sowie ein Clubraum für ca. 60 Personen mit einer angeschlossenen Küche. Das Objekt weiter wird kontinuierlich in Schuß gehalten. In diesem Objekt feierte der Club 2013 auch das 50-jähriges Jubiläum der Vereinsgründung.

Heute zählt der Club 31 Mitglieder (darunter auch zwei Frauen) und wird von Rainer Teuscher geleitet. Der Club ist vermutlich der älteste auf dem Gebiet der neuen Bundesländer.

 

 

 

 

 

 

 

 

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